Ausgabe 3 · Sonntag, 8. November 2026
Heute in Kürze
- Österreich: FFG Digital Health Austria Leitprojekte, Zuschuss bis 80 % und maximal 3 Mio. EUR, Frist 30. November, Pflicht-Einreichgespräch vor dem Antrag
- Wochenende: Keine neuen Lab-Releases vom Samstag; US-Börsen geschlossen, letzter Handel Freitag
Österreich / Förderungen
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FFG: Digital Health Austria Leitprojekte 2026 · ffg.at
Für wen: Unternehmen jeder Größe, Forschungseinrichtungen, Startups und weitere Organisationen, aber nur im Konsortium. Mindestens drei voneinander unabhängige Partner: zwei Unternehmen mit Niederlassung in Österreich, davon mindestens ein KMU, plus eine Forschungseinrichtung mit Niederlassung in Österreich. Einzelanträge und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der AGVO sind ausgeschlossen.
Mitnehmen: Nicht-rückzahlbarer Zuschuss, je nach Forschungskategorie und Unternehmensgröße bis zu 80 % der anerkennbaren Kosten, maximal 3 Mio. EUR. Gefördert werden großvolumige, kooperative Leitprojekte, die digitale Innovationen an konkrete Probleme im österreichischen Gesundheitssystem koppeln und in realen Versorgungskontexten erprobt werden sollen. Die Ausschreibung ist nicht auf KI beschränkt; KI-Health-Vorhaben passen, wenn sie diese Versorgungs- und Umsetzungsperspektive mitbringen. Frist 30. November 2026, 12:00, eCall. Vor der Einreichung ist pro Konsortium ein Gespräch mit FFG, aws und LBG Pflicht. Entscheidung voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März 2027. Wer einreichen will, sollte den Leitfaden jetzt lesen und den Gesprächstermin sichern, nicht erst in der letzten Novemberwoche.
Tipp des Tages
Wer Digital Health Austria noch schaffen will: zuerst das verpflichtende Einreichgespräch buchen. Ohne diesen Termin nimmt die FFG den Antrag nicht an, und am 30. November um 12:00 ist Schluss.
Begriff des Tages
Begriff des Tages: RAG- und Agent-Framework
Ein RAG- oder Agent-Framework ist die Schicht zwischen Modell und Anwendung. Statt eines einzelnen Prompts definierst du Schritte: Dokumente holen, filtern, generieren; oder einen Agenten, der Tools aufruft, Arbeit an Subagents übergibt und sich merkt, was schon erledigt ist. Das Framework steuert Abruf, Routing, Speicher und die Reihenfolge der Aufrufe.
Braucht man, sobald aus einem Chatbot eine Anwendung mit eigenen Daten oder mehreren Schritten wird. Ein paar API-Calls reichen für einen Prototypen. Ein Framework lohnt sich, wenn Retrieval, Tool-Nutzung und Fehlerfälle wiederholbar und testbar sein sollen.
Der Haken: Das Framework orchestriert, es denkt nicht nach. Schlechte Chunks, fehlende Rechtefilter oder ein Agent, der im Kreis Tools aufruft, bleiben nur scheinbar Framework-Probleme; die Ursache sitzt in Daten, Prompts und Evals. Ein Wechsel später ist teuer, weil Pipelines, Prompts und Beobachtbarkeit am gewählten Stack hängen.
EU + offen: Haystack (Berlin; Apache 2.0; selbst hostbar: ja)
Proprietär: OpenAIs Agents-Ökosystem über die APIs und Hosted Runtime. Das Agents SDK selbst steht unter MIT, ist aber auf OpenAIs Modelle, Tools und Tracing zugeschnitten.
Wann was: Haystack, wenn du RAG-Pipelines und Agent-Workflows selbst hosten, Modelle tauschen und Daten in der EU halten willst. Das OpenAI Agents SDK, wenn du bereits auf OpenAI setzt und schnell Multi-Agent-Läufe mit deren Guardrails und Tracing bauen willst.
Merksatz: Das Framework verdrahtet die Schritte. Ob die Antwort stimmt, entscheiden Retrieval, Tools und Evals, nicht das Logo auf dem SDK.
AI Stocks
| Ticker | 1 Monat | 12 Monate |
|---|---|---|
| NVDA | −22% |
−1% |
| AMD | −31% |
+92% |
| MSFT | +0% |
+7% |
| GOOGL | −18% |
+2% |
| META | −17% |
−2% |
| AVGO | −22% |
−16% |
Die US-Börsen waren am Samstag geschlossen, es gilt der Schluss vom Freitag. Über einen Monat liegen AMD (−31 %), NVDA und AVGO (je −22 %), GOOGL und META zweistellig im Minus, nur MSFT ist flach. Über 12 Monate bleibt AMD klar vorne, AVGO ist im Minus.